Wahrheit zählt

Frei.Wild und Die Macht der Medien


In der Vergangenheit der Band gab es immer wieder Berichterstattungen, die schlicht und einfach nicht der Wahrheit entsprechen und mit objektivem Journalismus schlichtweg gar nichts zu tun haben. Damit wir dieser Flut an Falschunterstellungen und Ungereimtheiten endlich konkret entgegenwirken können, haben wir die Seite www.die-macht-der-medien.de ins Leben gerufen. Hier werden wir sowohl auf journalistisch wertvolle und gut recherchierte Beiträge/ Zitate, als auch journalistisch- falsche und unprofessionelle Artikel hinweisen. Damit sich auch jeder ein Bild davon machen kann, um wen es sich beim jeweiligen Autor und Medium handelt, versuchen wir nach und nach jedem Artikel den jeweiligen Autor zuzuordnen und Hintergrundinformationen zu liefern und mittels Pfeilkommentaren auf die größten Falschaussagen einzugehen.

Die Seite dient allein aufklärenden Zwecken und soll allen Fans, Journalisten, Autoren, Veranstaltern und sonstigen Interessierten Informationen aus erster Hand liefern. Zudem sind wir es leid, auf immer und immer wieder die gleichen Fragen zu antworten. Wir denken, dass es mittlerweile wirklich an der Zeit ist, etwas Klarheit in das WWW zu bringen.

Die unten angeführten Interviewfragen wurden von uns in den letzten Monaten gesammelt und sind die am häufigsten gestellten. Gerne können weitere Fragen an uns gestellt werden. Ein Formular dazu findest du hier: Frage stellen
Oder direkt per eMail an deinefrageandieband@frei-wild.net

HIER WIRD NICHTS SCHÖNGEREDET, NICHTS VERHEIMLICHT, NICHTS VERTUSCHT, JA SELBST AUF EIGENE FEHLEINSCHÄTZUNGEN EINGEGANGEN.

Viel Spaß hier, wir lassen die echte Wahrheit ans Licht!!!
Eure Band Frei.Wild


Hier die Antworten auf die Fragen, hier aber mal aus erster Hand:

Ist Frei.Wild eine politische Band?
Nein, Frei.Wild ist keine „politische Band“ im Sinne einer Festlegung auf parteipolitische Inhalte. Frei.Wild ist aber eine sozialkritische und somit selbstredend auch sozial engagierte Band, parteiunabhängig und mit gesellschaftskritischen Inhalten.

Sind die Bandmitglieder politisch?
Natürlich sind die Bandmitglieder politisch interessierte Menschen und somit der festen Überzeugung, dass jeder Mensch eine politische Meinung haben sollte. Parteipolitisch ist keiner aktiv, weder als Mitglied noch als Unterstützer.

Spielt Frei.Wild mit dem Bösewicht-Image?
Frei.Wild ist eine Rockband mit lebensnahen, lebensbejahenden Texten. Dass deutsche Rockmusik mit härterer Stimme schon immer einem gewissen „Bösewicht-Image“ unterliegt, ist der Band sehr wohl bekannt. Rockmusik war aber schon immer dafür da, Dinge anzusprechen, die von vielen Menschen angesprochen werden sollten, es aber nicht werden. Rockmusik ist ein Ventil der Rebellion, ein Ventil aufhorchen zu lassen und eben nicht belanglos zu sein. Darin liegen auch ihre Wurzeln, unsere ebenfalls. Ob die Band damit spielt? Nein, aber sie empfindet es als keinen schlimmen Nebeneffekt.

War Philipp ein rechter Skinhead und wie steht er heute dazu?
Philipp war als Jugendlicher ein rechter Skinhead und steht heute wie folgt dazu: In den Sturm und Drang Zeiten, also während der Pubertät und dem Vor- Erwachsensein, also etwa zwischen 13 und 18, durchlebt jeder Mensch Zeiten des sich selbst Findens, des sich Orientierens, Zeiten des Grenzen Auslotens, ja des sich Aufbäumens, der Revolution, des Dagegen seins und Provozierens. Dass die Skinheadbewegung vieles davon enthält, ist nicht von der Hand zu weisen. Seinen Kontakt zur rechten Szene in diesem Zeitraum betrachtet Philipp seither allerdings als Fehler. Die Geschichte liegt aber nun immerhin knapp 15 Jahre zurück.

War einer der anderen Bandmitglieder in irgendeiner Form parteipolitisch aktiv?
Nein, nicht einer und nicht in irgendeiner Form.

Warum hat Philipp im Zeitraum vom 25.05 2008 bis zum 02.10. 2008 mit den Freiheitlichen kooperiert?
Philipp ist ein lösungsorientierter Mensch, der soziale Ungerechtigkeiten, Ungereimtheiten und Missstände aufs Schärfste kritisiert. In der Stadt Brixen gab es im Jahr 2008 viele Missstände im Nachtleben, Ungereimtheiten beim Umgang mit der Brixner Jugend und viele Verbesserungsvorschläge, der sich aus Philipps damaliger Sicht der freiheitliche Landesrat Pius Leitner am besten und schnellsten angenommen hat. Philipp suchte auf diesem Wege das Gespräch.

Hat Philipp, wie oft behauptet wird, für die Freiheitlichen bei der Landtagswahl kandidiert?
Nein, hat er nicht. Bei den Freiheitlichen Südtirols hat Philipp an genau zwei Sitzungen des Brixner Bezirksausschusses teilgenommen, in denen es ausschließlich um Kommunalbelange und die Bildung einer Brixner Ortsgruppe ging. Philipp stellte sich für diese Brixner Ortsgruppe zur Verfügung, die somit mittels einer Abstimmung im engstem und nicht öffentlichem Rahmen erstmalig gebildet wurde. _Wie fälschlicherweise in sämtlichen deutschen Medien behauptet wird, kann von einer klassischen, öffentlichen Wahl mit einer Kandidatur im eigentlichen Sinne oder gar Wahlkampf, wie man es sonst so kennt, nicht im Geringsten die Rede sein._

Warum wird Philipps Zeit vom 25.05.08 bis 02.10.08 mit den Freiheitlichen zwar als Kontakt, nicht aber als ordentliche Parteimitgliedschaft gewertet?
Weil Philipp entgegen einer Anfang Januar 2013 eingegangene Auskunft auf eben genau diese Detailfrage, der festen Überzeugung war, nie ein offizielles Eintrittsformular unterzeichnet- und daraus resultierend auch nie eine reguläre Mitgliedsbestätigung erhalten zu haben. Von der kurzen Zeit und der Teilnahme an lediglich zwei Sitzungen der Brixner Ortsgruppe a 1,5 h mal ganz abgesehen. Die Frage erübrigt sich dennoch, weil das Thema „Philipps Parteizugehörigkeit“ medial schon so dermaßen ausgeschlachtet und falsch wiedergegeben wurde, dass es auf diese entgegengesetzte Einschätzung seitens der Band und befragten Politik- Kennern, wahrlich nicht mehr darauf ankommt.

Die Band wollte bei der freiheitlichen Rocknacht auftreten, das ist sehr wohl politisch. Was sagt ihr dazu?
Das stimmt, das wäre parteipolitisch gewesen und mit dem Kodex der Band unvereinbar. Zum Zeitpunkt der Zusage wurde uns allerdings zugesichert, dass es sich ausschließlich um ein typisches, zwar von Jugendlichen der FH- Jugend organisiertes Fest mit Festivalcharakter und vielen weiteren Rockbands sein sollte, also keine Partei- Wahlveranstaltung sein würde. Fakt bleibt: Das Konzert wurde NICHT gespielt, daran ändert auch das ständige Breittreten und Herumreiten auf dieser Sache nicht das Geringste. Wer die Hintergründe nicht kennt, sollte sich erst vergewissern.

Welches Ansehen genießt die Partei „Die Freiheitlichen“ in Südtirol?
Die Freiheitlichen sind in Südtirol die derzeit zweitgrößte Partei und zugleich stärkste Oppositionspartei des Landes. Die Partei gehört seit vielen Jahren zu den stärksten Wahlgewinnern des Landes, mit stetig wachsender Wählerschaft.

Wie sieht Philipp heute den Kontakt zu den Freiheitlichen ?
Er hat seit seinem Rauswurf und somit seit Jahren keinen Kontakt mehr zu den Freiheitlichen.

Warum hat die Band keine Texte explizit nur gegen rechts?
Weil die Band der Auffassung ist, dass extremistisches Gedankengut und Handeln, Ideologie-unabhängig ist. Ob ganz links oder ganz rechts bedeutet für die Band keinen Unterschied, die Geschichte und auch jüngste Ereignisse zeigen immer wieder, dass sowohl Faschismus, Kommunismus, Anarchismus als auch Nationalismus jeweils Menschenverachtung und Unheil bedeuten. Die Band lässt sich nicht instrumentalisieren und misst NICHT mit zweierlei Maß.

Wie ist es zu erklären, dass scheinbar auch rechte Gruppierungen Frei.Wild hören?
Es liegt leider nur sehr begrenzt in der Macht einer jeden Band, sich ihre Hörerschaft auszusuchen. Frei.Wild wünscht sich dennoch, dass sich alle Hörer der Texte annehmen, diese hinterfragen und auch verstehen. Sollten die Hörer dies tun, können Neonazis erst gar keinen Gefallen an Frei.Wild finden und noch nicht gefestigte Frei.Wild Fans schon gar keine Sympathie für den rechten Rand entwickeln. Gerade eben weil Frei.Wild auf das Thema so extrem sensibilisiert ist, wissen die Mitglieder und Frei.Wild- Kenner, dass die Band definitiv nicht mehr Jugendliche mit rechtem Gedankengut in den Fanreihen haben, als jede andere x- beliebige Rockband auch. _„Wir checken die Facebook/Youtube Profile unserer Fans, ebenso haben wir zu diesem Thema sicherlich die strengste Einlasskontrollen aller Bands. Es ist nicht nachvollziehbar wie z.B. ein echter Neonazi Frei.Wild gut finden könnte, wenn er seit Bestehen der Band eindeutige Texte gegen Nazis und Extremisten um die Ohren gehauen bekommt, klare Aussagen der Band in Interviews wahrnehmen muss und mit Bannern und Nazis Raus Rufen bei den Konzerten konfrontiert wird“ Frei.Wild_

Wahre Werte, der Song, würdet ihr den Text heute anders schreiben?
Nein, nicht eine Zeile, höchstens noch eine Strophe hinzufügen.

Sieht sich die Band eher links oder eher rechts?
Weder noch, wie gesagt, die Band ist keinem Lager zuzuordnen.

Wie wichtig ist der Band ihre Heimat?
Wie man hören, sehen, nachlesen und fühlen kann, sehr wichtig. Die Mitglieder der Band verbinden mit Südtirol ihre Herkunft, ihre Familien, ihre Freunde und ihre persönliche Lebensgeschichten. Die Band ist der Auffassung, dass Heimat und Dazugehörigkeit zu den Grundbedürfnissen der Menschen gehört uns nicht wenig am Gefühl zu Geborgenheit und Glück beiträgt. Somit gilt es diese auch zu achten, zu pflegen und wertzuschätzen.

Ist die Band konservativ im Sinne der Bewahrung von Werten?
Ja, die Band ist überzeugt von bestimmten konservativen Werten und findet auch wahrlich nichts Verwerfliches daran. Hierzu zählen Werte wie Freundschaft, Familie, Loyalität, Gerechtigkeit, Tradition und Kultur. Rock`n Roll uncool? Mag sein, aber wen kümmert es?

Versteht die Band den sensiblen Umgang vieler Bundesdeutschen mit dem Begriff Heimat und kann die Band nachvollziehen, warum der Vorwurf erhoben wird, Frei.Wild transportiere völkisches/ nationalistisches Gedankengut ?
Dadurch, dass wir in all den Jahren, in der wir mit der Band unterwegs sind, die meiste Zeit in Deutschland verbracht haben, haben wir vor allem in den letzten Jahren sehr wohl erkannt, dass z.B. Begriffe wie Heimat und Volk in Deutschland mit einer ganz anderen Sensibilität ausgesprochen werden als in Südtirol. Beide Begriffe sind in Deutschland eher negativ besetzt und belastet. Sie werden nur ungern benutzt, da sie schnell falsche Assoziationen hervorrufen. Das mussten wir erst lernen und stellte uns anfangs tatsächlich echt fassungslos. Für uns Südtiroler unterliegen diese Begriffe im Sprachgebrauch überhaupt keiner wie in Deutschland grundsätzlich negativen Belastung. Die Assoziationen zur Heimat und dem eigenen Volk, d.h. zu den Menschen, die Südtirol leben, sind erst einmal positiv. Das klingt aus deutscher Sicht unter Umständen radikal. Allein die Begrifflichkeit, die Zusammenstellung der Wörter Heimat und Volk durch unsere Gegner soll uns unterstellen, dass Frei.Wild einen Nährboden für rechtsradikales Gedankengut säen. Diese pauschalisierende Aussage ist jedoch unbegründet und absurd. Sagen und behaupten kann man vieles, das hat mit der Realität aber rein gar nichts zu tun.

Wer ist im Text Gutmenschen und Moralapostel gemeint?
Ganz einfach. Damit sind alle Menschen gemeint, die sich in der Öffentlichkeit anders darstellen und geben, als sie es eigentlich sind. Menschen, die heucheln, vertuschen, lügen und betrügen, nur um das eigene Bild zu wahren und das eines anderen zu verdrecken, dieses intrigante Spiel im Optimalfall noch für sich nutzen, um sich selbst in ein noch grelleres Licht zu stellen. Früher hat man auch das Wort Saubermann benutzt. Nach außen hui, nach innen pfui. Schon immer ein wichtiges Thema in der Gesellschaft, schon immer ein ungeliebter Schatten der Menschheit. Es ist wirklich überraschend, wie viele Menschen sich dabei angesprochen und in ihrer Ehre gekränkt fühlen.

Der Song „Wir reiten in den Untergang“ liefert immer wieder Gesprächsstoff, wie sind die Zeilen „Heute gibts den Stempel keinen Stern mehr“ gemeint?
Die Zeilen sollen auf provokative und auch bestimmt übertriebene Art und Weise aufzeigen, dass es in der Geschichte immer das gleiche Schema war, das zu Kriegen und Völkermord geführt hat. Kranke Gedanken treffen auf blindes Handeln und Vorverurteilungen. Plötzlich fällt jede Hemmschwelle, denn wenn alle so handeln, kann es nicht falsch sein, genau das Selbe zu tun und der Masse ohne auch nur das Geringste zu hinterfrage zu folgen. Der Song soll wachrütteln und zeigen, wie schnell sich die Geschichte wiederholen kann, wenn man alles glaubt und blind und ohne Zweifel folgt.

Was sagt die Band zu den Vorwürfen, Nährboden für Neonazis zu bieten?
Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass einzelne Passagen aus Frei.Wild-Texten inhaltliche Überschneidungen mit Texten von Rechtsrockbands haben - anders als Rechtsrockbands kommen wir aber trotz einzelner vergleichbarer Zeilen stets zu anderen Schlussfolgerungen und unterscheiden uns somit eindeutig von den Texten der Rechtsrockbands. Einzelne textliche Überscheidungen, die aus dem Zusammenhang gerissen werden, lassen sich nicht vermeiden, denn auch Rechtsrockbands singen über Alkohol, Partys, Frauen, Eifersucht, Trauer, Freundschaften und sonstige Erlebnisse. Diese Themen besingen aber so ziemlich alle anderen Musikkünstler auch. Das würde wiederum bedeuten, dass jede andere Rockband der Welt auch starke Überschneidungen mit Rechtsrock und Nazibands hätte. Was das Thema Heimat angeht, stellt Frei.Wild dieses aber immer in einen anderen Kontext als klassische Rechtsrock und Nazikapellen und warnt im selben Atemzug vor politischer Übermotivation.

Wie setzt sich die Band gegen Extremisten ein? Welche Aktionen wurden schon unternommen, welche stehen in Planung?
Dieses Thema nehmen wir äußerst Ernst. Seit Jahren verwenden wir eindeutige Banner auf unseren Konzerten, auf der letzten Tour sogar mit tausenden Handzetteln. Hinzu kommen die unzähligen Aussagen zu dem Thema bei Ansagen und die eindeutigen Statements aller Bandmitglieder in Interviews. Es gibt mehrere Songs zu diesem Thema, der erfolgreichste davon ist der Song „Land der Vollidioten“ mit bald 7 Millionen Klicks auf YouTube. Es gibt eine extra geschriebene Fanclubhymne zu dem Thema Extremismus im Fanclub, auf den Social Plattformen sowie auf Konzerten werden mit einem enorm hohen Aufwand offensichtlich- politisch Übermotivierte fern gehalten, vor die Tür gestellt oder auch der Polizei übergeben. Die Zahl der Plakate, auf denen unser „Gegen Extremismus“ Logo zu finden ist, kann schon gar nicht mehr gezählt werden. Wir wissen also sehr wohl um unsere Verantwortung und nehmen diese auch sehr gut wahr.

Im Text vom Song „Land der Vollidioten“ singt die Band „Kreuze werden aus der Schule entfernt, aus Respekt vor den andersgläubigen Kindern“, Wie ist das gemeint?
Nun, die Bandmitglieder von Frei.Wild wurden christlich-katholisch erzogen und sehen in ihrem Glauben auch einen Teil ihrer Kultur, Geschichte und Werte, sprich, sie sind überzeugte Christen. Dass man auf Basis einer aus unseren Sicht manchmal völlig falsch angewandten Integrationspolitik das Symbol des Christentums aus Schulen, Krankenhäusern und öffentlichen Einrichtungen verbannt und Teile unserer Kultur schlichtweg mit Füßen tritt, geht nach Ansicht der Band in eine falsche Richtung. Die Band ist der Auffassung, dass moderne und richtig angewandte Integration anderer Religionen und Kulturen nicht zu Lasten der bereits vorhandenen Sprache, Gepflogenheiten, Bräuche, Kultur und Religion funktionieren kann und darf.

Ist Frei.Wild eine Band für soziale Außenseiter?
Natürlich ist sie auch das, wenn auch in Bezug auf diese Feststellung wert darauf gelegt werden muss, dass sich die Fans der Band durch sämtliche gesellschaftlichen Schichten und Altersgruppen ziehen. Wäre es ein Ziel, Musik für eben nur für die eine gesellschaftliche Schicht zu schreiben, wäre das eine klare Ausgrenzung und Abgrenzung zugleich. Diese widerstrebt dem Grundsatz oder Kernbotschaft der Band, Musik für jeden zu machen, der eben nicht ausgrenzt und sich in seinem Empfinden eben nicht über das seines Nächsten stellt. Dass Texte aus dem Leben, aufbauend, wegweisend und kraftgebend vor allem viele jüngere Menschen ansprechen können, liegt angesichts der aktuellen Wirtschaftslage, Ungewissheit und der daraus nur verständlich resultierenden Unzufriedenheit, auf der Hand. Dass es aber auch jede Menge ältere Menschen gibt, die es leid sind, belogen, verblendet, verarscht und betrogen zu werden, zeigt auf, dass die Band dort ansetzt, wo viele andere zwar ansetzen, im Grunde genommen aber dennoch schweigen.

Die Band hat vorwiegend männliches Publikum, wie ist das zu erklären?
Nun, die Band besteht aus Männern und besingt selbsterlebte Themen. Dennoch sind die Texte „unisex“, was auch den enormen Zuwachs an weiblichen Frei.Wild Fans bestätigt. Mittelweile liegt das Verhältnis bei 65/35, was für eine härtere deutschsprachige Rockmusik wirklich sehr beeindruckend, fast schon sensationell und in der deutschen Rockbereich einzigartig ist.

Fühlt sich die Band in der Opferrolle der zu „Unrecht Behandelten“ wohl?
Nein. Dass ungerechte Behandlung zusammenschweißt und die Fundamente umso mehr festigt, ist allerdings ein von uns nicht gelenkter positiver Nebeneffekt, den viele Menschen da draußen einfach nicht begreifen wollen. Lügen haben nun mal kurze Beine und diese Beine werden nun mal auch nicht länger und schneller, wenn man sie immer wieder neu mit fettigen Lügen füttert.

Warum geht die Band rechtlich nicht stärker gegen offensichtliche Falschanschuldigungen vor wie zum Beispiel Frei.Wild sei eine Rechtsrockband, biete Nährboden für Neonazis oder die Überheadline an sich „Die neue Reichkapelle“?
Wir beobachten die Entwicklung genau und messen der Meinungsfreiheit, die wir ja auch für uns in Anspruch nehmen, eine große Bedeutung bei. Nach wie vor hoffen wir darauf, dass sich möglichst viele Journalisten mit uns und unseren Inhalten fair auseinandersetzen. In den letzten Wochen haben wir durchaus auch positive Beispiele gefunden. Wir sehen das als Entwicklungsprozess, wir suchen den Dialog und keine gerichtlichen Auseinandersetzungen. Letzteres sehen wir nur als absolut letzte Möglichkeit in Extremfällen.

Wie sieht die Band die ständige negative Meinungsmacherei von anderen Künstlern, Medienkonzernen, Veranstaltungsfirmen, Politikern/ Parteien und anderen Einzelpersonen und Organen?
Es scheint bei Frei.Wild so zu sein, dass jeder sofort eine Meinung hat und diese auch wiedergibt, ohne, dass sich die jeweilige Person näher mit der Band auseinandersetzt hat, ja scheinbar gar nicht erst auseinandersetzen muss und weder die Texte kennt oder auf Konzerten war. Durch das leidige Thema der Rechtsoffenheit scheint es Usus zu sein, direkt draufhauen zu dürfen, ja fast schon zu müssen, ohne irgendwelche negativen Konsequenzen zu erwarten. Auch das scheint bei Frei.Wild einzigartig zu sein.

Mittlerweile werden Fans in Frei.Wild-Klamotten sogar von Veranstaltern, Secus, Lehrern, Arbeitgebern, Jugendarbeitern und Leuten auf offener Strasse angemacht, schlichtweg schikaniert und Zutritte verweigert. Was sagt ihr dazu?
Es ist in unseren Augen ein absolutes Unding, dass man Fans einer Band die sich ganz klar innerhalb der Gesetze und somit der Verfassung befindet, dermaßen unter Beschuss nehmen und hier ganz klar gegen Grundrechte verstoßen darf. Frei.Wild-Fans sind und das können wir zu hundert Prozent belegen, keine politisch- fanatischen Spinner. Leider Gottes liegt es auch hier nicht im geringsten in unserer Macht, etwas dagegen zu unternehmen. Man kann Menschen nur sehr schwer von einer vorgefertigten Meinung trennen und diese eines Besseren belehren. Manche Menschen brauchen scheinbar ein Feindbild der Musikszene.

Es gibt Menschen, die behaupten, die Band würde sich zu wenig gegen die Rechts- Vorwürfe stellen und zu wenig Aktionen gegen rechts starten, wie seht ihr das?
Die Frage beantworten wir mit einer Gegenfrage. Was sollten wir mehr tun als das, was wir bisher gemacht haben und eh immer tun? Harte, wohl die strengsten Einlasskontrollen überhaupt, seit Bandbestehen Texte gemacht zu haben, die sich ganz klar gegen Rechstextremisums, die sich aber auch ganz klar gegen Linkextremismus stellen. Von den Interviews, Konzertansagen oder den ganzen Band- und FWSC Aktionen mal abgesehen (Details findet ihr weiter oben). Wir haben auch schon oft bezüglich Festivals gegen rechts gesprochen, hier aber von den Veranstaltern kein positives Feedback erhalten. Es liegt also nicht wirklich an uns, oder?

Wie steht ihr zu Bands die sich politisch betrachtet förmlich überall anbiedern, um ja als politisch korrekt zu wirken und dafür Frei.Wild zum Anlass nehmen, dies zu untermauern?
Nun, nachdem wir diese Bands allesamt nicht persönlich kennen, bis auf eine Ausnahme, können und möchten wir hier auch gar nichts dazu anmerken. Eisen bleibt halt immer aufrecht: Eine wahrlich armseelig und erbärmliche Tugend der Menschen ist und bleibt, sich auf Kosten anderer besser darzustellen. Scheinheiligkeit und Falschheit bringt aber auf Dauer kein Glück, sondern das Gegenteil. Oder anders: Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein. Es gibt mittlerweile ein ganze Reihe an Bands, die es entweder gar nicht mehr gibt oder von denen man mittlerweile rein gar nichts mehr hört. Am Ende entscheidet immer die Musik, der ganze Rest drumherum kann zwar helfen, kann und wird langfristig aber nie eine Turbine sein.

Wie sieht die Band die Negativpresse?
Als manchmal kleines, machmal für uns und unsere Fans fast katastrophales Übel. Dass gewisse Unterstellungen absolut unter die Gürtellinie gehen, ist nicht von der Hand zu weisen. Im Großen und Ganzen ist eine Rockband aber nun mal Teil des öffentlichen Lebens und muss auch mit Negativpresse umgehen können. Es wäre eine fatale Situation für uns, Everybodys Darling zu sein, dann wüssten wir, wir hätten alles falsch gemacht. Die Band wünscht sich aber dennoch etwas mehr Mut zu einem fairen Umgang mit der Band und unseren Fans und damit zur Wahrheit als zur Schlagzeile selbst.

Was wünscht sich die Band aus medialer Sicht für die Zukunft?
Eigentlich nur die Einhaltung der journalistischen Grundsätze einer fairen, objektiven und wahrheitsfindenden Berichterstattung, mehr verlangt ja gar keiner.

Schlagzeile zählt